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Testverfahren zur Bestimmung des Parodontitis-Risikos

Parodontitis Marker-Keimbestimmung / Parodontitis-Gentest

“Zur Bestimmung des individuellen Parodontitis-Risikos”

Was eine Parodontitis?

Parodontitis ist eine Volkskrankheit. In Deutschland Leiden mehr als 70% der Menschen über 35 Jahre und sogar mehr als 80% der über 65-jährigem an einer Zerstörung des Parodonts. Medizinisch gesehen ist eine Parondontitis eine in Stufen ablaufende Entzündungsreaktion. Sie beginnt mit einer leichten Entzündung des Zahnfleisches, der Gingivitis, die sich mit zunehmender Entzündung zu einer Parodontitis entwickelt, bei der das Zahnfleisch bereits stark betroffen ist und auch der Knochen abgebaut wird. Die Entwicklung verläuft sehr langsam und schmerzfrei daher wird sie  als schwerwiegende Erkrankung häufig nicht erkannt. Als Folge der strake Entzündung kommt es zur Lockerung der Zähne und in letzter Konsequenz zu deren Verlust. Darüberhinaus beeinflusst die Parodontitis den allgemein gesundheitlichen Zustand. Bei Belastung mit parodontal pathogenen Keimen beobachtet man ein erhöhtes Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko.

Wie entsteht Parodontitis?

Neben Stress, Rauchen, mangelnderMundhygiene, allgemeinen Erkrankungen wie Diabetes und Medikamenteneinnahme ist vor allem das Vorhandensein bestimmter Bakterienarten Ursache einer Parodontitis. Durch Ansiedeln dieser Bakterien am Zahnfleischrand und an der Zahnoberfläche kommt es in Folge einer Abwehrreaktion des Körpers zu typischen Entzündungsreaktionen wie Schwellung und Rötung. Es entstehen tiefe Zahnfleischtaschen, in denen sich die Bakterien vermehren. Zusätzlich produzieren die Bakterien Stoffe, die direkt das den Zahn umgebende Gewebe angreifen, was letztendlich zum Verlust des Zahnes führt.

Parodontitis ist somit eine Infektionserkrankung!

Wie wird Parodontitis diagnostiziert?

Bei regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen führen wir auch eine Befundung hinsichtlich der möglichen Parodontitisrisiken durch. Hierbei werden die Zahnlockerungen und die Taschentiefen gemessen und Ihr Zahnfleisch auf Reizblutungen untersucht. Je nach Untersuchungsergebniss kann der Grad der Erkrankung festgestellt werden.

Wie wird Parodontitis behandelt?

Wurde eine Parodontitis festgestellt, gibt es, je nach Erkrankungsstadium verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Dazu zählen intensive Mundhygienemaßnahmen (professionelle Zahnreinigungen), minimalinvasive Behandlungen, chirurgische Therapien, medikamentöse Behandlungen mit Antibiotika und regenerative Therapien. Diese Methoden werden häufig auch miteinander kombiniert angewandt. Wir beraten Sie ausführlich, welche Methode bei Ihne den maximalen Behandlungserfolg bringt. Mit diesen Maßnahmen kommt die Erkrankung überwiegend zum Stillstand und der Erhalt der Zähne kann somit gesichert werden.

Die neuen Testverfahren

Molekularbiologischer Keimnachweis:

Durch einen Wangenabstrich werden aus der Mundhöhle die parodontalpathogenen Keime entnommen und entsprechend ihre Gewichtung ausgezählt. Mit diesem neuen molekularbiologischen Keimnachweis wird zuverlässig festgestellt, welche Bakterienarten vorliegen und in welcher Menge. Daraufhin kann ein spezifisches Antibiotikum verordnet werden. Es ermöglicht somit eine individuelle und damit erfolgreiche Therapie. Ebenso werden hierdurch der Therapieverlauf  kontrolliert und eventuelle Resistenzen festgestellt.

Genetischer Risikocheck:

Mit diesem Test erfahren Sie mehr über Ihr vererbungsbedingtes Risiko an Parodontitis zu erkranken. Menschen mit bestimmten Erbanlagen haben ein höheres Risiko an Parodontitis zu erkranken und reagieren besonders empfindlich auf Parodontitiskeime. Dies Erbanlage macht sie besonders empfänglich für eine Parodontitis. Allerdings bedeutet dies nicht automatisch, dass die Betroffenen automatisch eine Parodonutitis erleiden müssen. Sie haben jedoch ein höheres Risiko als Menschen ohne diese Erbanlagen.

Wir beraten Sie gerne in einem persönlichen Gespräch, welche Vorgehen bei Ihnen notwendig ist.

Vorsorgeuntersuchungen verzögern oder verhindern sogar die Entstehung einer Parodontitis. Gleichzeitig ermöglichen sie das frühe erkennen einer Parodontitis und damit eine Therapie mit entsprechenden guten Erfolgsausichten.

03/2012 – Dr. Th. Dobbertin
Eschersheimer Landstraße 34, 60322 Frankfurt/M, Tel.: 069 / 955 30 255, www.zahnpraxis-frankfurt.de
 
 
http://www.youtube.com/watch?v=P1Q1YKpbvv8

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