Kontakt

Materialverträglichkeit in der Zahnmedizin

Materialverträglichkeit in der Zahnmedizin

In der Zahnmedizin werden eine so große Anzahl verschiedener Fremdmaterialien in den menschlichen Organismus mit eingeschleust wie in keiner zweiten medizinischen Fachrichtung. Dabei ist zu beachten, dass viele chronische Entzündungen und Erkrankungen durch für den Patienten unverträgliche Materialien verursacht werden. Glücklicherweise sind Langzeiterfahrungen mit bestimmten Werkstoffen nur noch bedingt notwendig, da der medizinische Fortschritt so rasant vorangeht und sich Dentalersatzstoffe stetig ändern und verbessern. Mit der wachsenden Zahl der Werkstoffe erhöht sich auch die allgemeine Unverträglichkeit welches zu einer Sensibilisierung führt.

Oft wird unterschätzt, dass ein einzelner Eingriff Auswirkungen auf den gesamten Körper haben kann. Auch Nebenwirkungen und Folgeerkrankungen werden hierbei zu häufig nicht richtig diagnostiziert. Ob sich dadurch dann eine chronisch-entzündliche Krankheit entwickelt und wie sie prozessiert, hängt oft von dem Organismus selbst und welchen Bedingungen er ausgesetzt ist ab. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, wenn Ihr Zahnarzt die Therapie individuell auf Ihren Körper anpasst.

Materialunverträglichkeit bedeutet für unseren Körper eine hohe toxikologische Belastung. Es kann zu einer Störung des Immunsystems kommen, aber auch gegebenenfalls allergische Reaktionen auslösen. Falls eine solche Materialunverträglichkeit vor einer Behandlung nicht bekannt ist, lässt sie sich aber auch im Nachhinein noch diagnostizieren. Symptome hierfür können Veränderungen am Zahnfleisch und Entzündungen hieran sowie der Mundschleimhaut sein. Auch Zahnfleischbluten sowie ein brennendes Gefühl und Metallgeschmack können auf eine Unverträglichkeit genauso wie Aphten und chronische Mundtrockenheit hinweisen. Darüber hinaus kann sich eine solche Symptomatik auch außerhalb des Mund-Rachen-Raumes kenntlich zeigen. So könne auch Ekzeme und Ödembildung  im Gesicht sowie Kieferknochenabbau Anzeichen dafür sein.

Fernen werden durch eine Materialunverträglichkeit häufig Kopfschmerzen, Irritationen der Atemwege, aber auch andere chronische Krankheiten wie besonders Neurodermitis oder Depressionen ausgelöst. Generell ist Ihnen als Patient nach jeder Behandlung verbunden mit Einsetzen von Zahnersatzmaterial nur wärmstens zu empfehlen in der Folgezeit auf Ihren Körper zu hören, Veränderungen war zunehmen und bei Beschwerden jeglicher Art die als Folge einer solchen Behandlung aufgetreten sein könnten mich, als Ihren Zahnarzt, aufzusuchen, damit Ihre somatischen Beschwerden gelindert werden können.

Es gibt Diagnosemöglichkeiten, um die individuelle Verträglichkeit bzw. Belastung zu prüfen. Diese komplementärmedizinische Methode nennt sich „Applied Kinesiology“. Damit lässt sich sowohl vor einer möglichen Behandlung als auch im Nachhinein feststellen, ob eine Sensibilisierung vorliegt. Im Labor können Allergien durch einen Hauttest oder einen Bluttest bestimmt werden. Um in Nachhinein sicher zu gehen, dass eine toxikologische Belastung des Körpers durch Zahnersatzmaterial vorliegt, kann dies mit einer Urinanalyse bestätigt werden. Hauttests sind in der Zahnmedizin wegen Sensibilisierungsgefahr im Allgemeinen nicht zu empfehlen. Bei der „Applied Kinesiology“, kurz auch AK, lässt sich mithilfe standardisierter manueller Tests die Stärkeänderung einzelner Muskeln messen und somit kann die Reaktion des Körpers auf Reize getestet werden.

Ein solcher Muskeltest könnte folgendermaßen aussehen: Zuerst wird der zu testende Muskel in die standardisierte Position gebracht, und dann mit verschiedenen elektrischen Impulsen in Spannung versetzt. Anhand der Reaktionen im Zellgewebe lässt sich eine Verträglichkeit ermitteln. Auf diese Weise wird das Verhalten von unterschiedlichen Stoffen auf den menschlichen Körper nachgeahmt.

Letztlich ist es immer zu empfehlen, einen solchen Test, sofern nicht schon vorher bekannt, vor einer bevorstehenden Behandlung durchzuführen, um die Therapie sowohl für den Patienten als auch den Behandler zu erleichtern und Folgeschäden zu minimieren.

10/2012 – Dr. Th. Dobbertin
Eschersheimer Landstraße 34, 60322 Frankfurt/M, Tel.: 069 / 955 30 255, www.zahnpraxis-frankfurt.de


Translate »