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Alles was Sie über Zahnpflege wissen müssen!

saubere ZähneDas tägliche Zähneputzen ist kinderleicht – sollte man meinen.  Doch Voraussetzung ist hierfür das nötige Wissen und die richtigen Werkzeuge. Mit unserer Tipps putzen Sie richtig!

Zwei Minuten sollten beim Zähneputzen nicht unterschritten werden. Vielen Menschen fällt es schwer, die empfohlene  Mindestputzzeit einzuhalten. Zwar nehmen die allermeisten Bundesbürger ihre Zahnbürste morgens und abends zur Hand, doch nach gefühlten zwei Minuten ist meist erst die halbe Zeit vergangen. Studien zeigen, dass die Dauer der Zahnpflege von vielen Menschen deutlich unterschätzt wird. Sie bürsten deshalb zu kurz und die Zähne werden somit nicht gründlich genug gereinigt. Deshalb sollte die Mindestputzzeit nicht unterschritten werden. Sehr hilfreich  sind neben Zahnputz-Uhren auch elektrische Zahnbürsten mit eingebautem Timer.

Gehen Sie systematisch vor!

Was können Sie tun, damit das “langweilige“ Ritual  der Mundhygiene leichter von der Hand geht und die zwei Minuten wie im Flug verstreichen?  Wesentlich ist eine systematische Vorgehensweise. Indem Sie sich ganz bewusst jeden Bereich im Kiefer vornehmen, kürzen Sie die Zeit subjektiv ab. Hierbei sollte jedes Mal die gleiche Reihenfolge eingehalten werden. Putzen Sie zu Beispiel erst die Außenflächen der rechten Ober- Kieferhälfte, dann die Kauflächen und folgend die Innenseiten der Zähne. Anschließend fahren Sie mit der gegenüberliegenden, linken Oberkiefer- Seite in gleicher Weise fort. Genauso verfahren Sie dann im Unterkiefer. Hierbei kann  auch eine elektrische Zahnbürste mit Quadrantenanzeige recht hilfreich sein.

Nicht schrubben, sondern wischen!

Feilen Sie sie an Ihrer Putztechnik. Dabei sollten Sie folgendes beachten:

  1. Nicht schrubben! Führen Sie die Zahnbürste in kreisenden oder wischenden Bewegungen über die Zähne, zwar grundsätzlich „von Rot nach Weiß“ – setzen Sie am Zahnfleisch an und putzen Sie in Richtung Kaufläche.
  2. Bürste anwinkeln! Setzen Sie die Zahnbürste nicht ganz gerade auf die Zähne, sondern angewinkelt. Durch Drehung in Richtung Zahnfleisch schieben sich die Borsten auch ohne erhöhten Druck in die Nischen zwischen die Zähne.
  3. Nur leicht drücken! Viele Menschen putzen ihre Zähne zu kräftig. Zuviel Druck kann jedoch das Weichgewebe verletzen und zurückschieben. Ebenso ist eine Schädigung von Zahnschmelz und Wurzelanteilen des Zahnes möglich. Dieser abradierende Effekt ist besonders bei zu harten Borsten der Zahnbürste festzustellen. Ein Gefühl für den Anpressdruck beim Zähneputzen bekommen Sie, wenn Sie mit dem Kopf Ihrer Zahnbürste auf eine Küchenwaage drücken, bis diese 150 Gramm anzeigt. Mit einer falschen Putztechnik können Sie unter Umständen Verletzungen und Schäden an den Zähnen verursachen.
  4. Zur optimalen Zahnpflege gehört natürlich auch die geeignete Zahnbürste.  Egal ob Sie manuell oder elektrisch putzen, es sollte ein kleiner Bürstenkopf  mit mittelharten Borsten gewählt werden. Damit manövrieren Sie besser im Mund und erreichen sowohl die Innenseiten als auch die Backenzähne gut. Wer zu Zahnfleischentzündungen neigt, freiliegende oder sensible  Zahnhälse hat, sollte lieber zu einer weichen Bürste greifen.

Zahnpasta mit Fluorid wählen!

Welche ist die richtige Zahnpasta? Grundsätzlich sind die handelsüblichen Marken heute fast alle gut geeignet. Es empfiehlt sich jedoch, auf  Folgendes zu achten:

  • Die Zahncreme sollte unbedingt Fluorid enthalten. Fluorid  schützt vor Karies – und zwar am besten, wenn es von außen auf die saubere Zahnoberfläche einwirkt.
  • Spezialpasten gegen hartnäckige Beläge (Raucher-Zahnpasten) oder zu Zahnaufhellung (Bleaching-Zahnpasten) sollten nicht mehrfach täglich angewendet werden. Bei Dauernutzung könnte der Schmelz angegriffen werden.
  •  Bei empfindlichen Zähnen und sensiblen Zahnhälsen  wählen Sie eine Zahncreme mit erhöhtem Fluoridgehalt oder der sog. Pro-Argin Formel diese verschließen die offenen Dentinkanälchen und  verhindern die Reizleitung auf die freiliegenden Nervenfasern.

Denken Sie an die Zahnzwischenräume!

Leider reicht sorgfältiges Putzen mit der Zahnbürste und Zahncreme allein nicht aus, um alle bakteriellen Beläge zu beseitigen. In die Zahnzwischenräume kommt die normale Bürste nicht hinein, sie machen immerhin fast ein Drittel der gesamten Zahnoberfläche aus. Und genau hier befindet sich ein Großteil der gefährlichen Kariesbakterien. Die meisten Zahnschäden und parodontalen Entzündungen gehen von den Zahnzwischenräumen aus.

Um wirksam vorzubeugen, müssen auch diese Bereiche täglich gesäubert werden. Am besten abends vor dem Zähneputzen mit Zahnzwischenraum-Bürstchen. Ihre mikrofeinen Borsten sind bezüglich ihrer Reinigungseffektivität allen anderen Hilfsmitteln zum Putzen der Zahnzwischenräume überlegen.

Stehen die Zähe jedoch eng beieinander, so bleibt nur die Anwendung der Zahnseide. In Ausnahmen kann auch auf eine antibakterielle Mundspüllösung zurückgegriffen werden. Sie bietet zumindest einen gewissen Schutz vor Karies und Parodontitis.

Mindestens zweimal täglich Zähneputzen!

„Nach dem Essen Zähneputzen nicht vergessen“ – diese Regel lässt sich zwar leicht merken, im Alltag jedoch schwer umsetzen. Immer direkt nach der Mahlzeit die Zahnbürste zu zücken, ist aber auch nicht notwendig. Entscheidend ist, dass mindestens zweimal am Tag gründlich geputzt wird und die Zähne ausreichend mit Fluorid versorgt werden. Trotz aller Anstrengungen entwickelt sich bei allen Menschen nach einer gewissen Zeit etwas Zahnstein. Dieser feste mineralische Belag lässt sich nicht durch putzen beseitigen. Deshalb versäumen Sie nicht Ihre halbjährliche, zahnärztliche Kontrolle und Zahnreinigung, damit die Risikofaktoren beseitigt werden können.

04/2012 – Dr. Th. Dobbertin
Eschersheimer Landstraße 34, 60322 Frankfurt/M, Tel.: 069 / 955 30 255, www.zahnpraxis-frankfurt.de

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